Finanzwirt*in (mittlerer Dienst)
Dein Einstieg in die Steuerverwaltung
- 2 Jahre
- 1.409 € bis 1.528 €
- Mittlere Reife
- werktags
Was macht man in diesem Beruf?
Als Finanzwirtin arbeitest du in einem Finanzamt und kümmerst dich um die Bearbeitung steuerlicher Angelegenheiten. Du prüfst Steuererklärungen, berechnest Steuern und stehst Bürgerinnen sowie Unternehmen bei Fragen rund um das Steuerrecht zur Seite.
Zu deinen Aufgaben gehören unter anderem:
- Steuererklärungen bearbeiten und prüfen
- Steuerbescheide erstellen
- Steuerbeträge berechnen
- Bürger*innen und Unternehmen beraten
- Steuerrecht anwenden
- Daten und Unterlagen sorgfältig prüfen
- Steuerzahlungen überwachen
- Mit anderen Behörden zusammenarbeiten
- An der Digitalisierung der Finanzverwaltung mitwirken
Dabei arbeitest du überwiegend am Computer und nutzt moderne Verwaltungsprogramme, um deine Aufgaben effizient zu erledigen.
So läuft die Ausbildung als Finanzwirt*in ab
Die Ausbildung dauert zwei Jahre und ist dual aufgebaut. Das bedeutet, dass du zwischen der Landesfinanzschule und deinem Ausbildungsfinanzamt wechselst. In der Theorie lernst du die rechtlichen Grundlagen kennen. Während der Praxisphasen kannst du dein Wissen direkt anwenden und erhältst Einblicke in den Arbeitsalltag eines Finanzamts.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:
- Einkommensteuer
- Lohnsteuer
- Umsatzsteuer
- Buchführung und Bilanzwesen
- Vermögensbesteuerung
- Steuerrecht
- Verwaltungsrecht
- Staats- und Verwaltungskunde
- Bürgerorientierte Kommunikation
- Datenverarbeitung und digitale Verwaltung
- Vollstreckungswesen
Durch die enge Verbindung von Theorie und Praxis wirst du optimal auf deinen späteren Beruf vorbereitet.
Wo arbeitest du nach der Ausbildung?
Nach erfolgreichem Abschluss arbeitest du in der Regel bei einer Finanzverwaltung des jeweiligen Bundeslandes.
Mögliche Einsatzorte sind zum Beispiel:
- Finanzämter
- Landesfinanzbehörden
- Finanzverwaltungen
- Spezialisierte Steuerabteilungen innerhalb der Verwaltung
Dein Arbeitsplatz befindet sich überwiegend in modernen Büroräumen. Dort arbeitest du sowohl eigenständig als auch gemeinsam mit Kolleg*innen.
Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?
Für die Ausbildung benötigst du in der Regel mindestens einen mittleren Schulabschluss. Je nach Bundesland können weitere Voraussetzungen gelten, beispielsweise eine Altersgrenze oder die deutsche beziehungsweise eine EU-Staatsangehörigkeit für die Verbeamtung. Neben den schulischen Voraussetzungen sind persönliche Eigenschaften besonders wichtig.
Du solltest:
- sorgfältig arbeiten
- verantwortungsbewusst handeln
- Interesse an Gesetzen und Steuern haben
- logisch denken können
- gerne mit Zahlen arbeiten
- zuverlässig sein
- freundlich und serviceorientiert auftreten
Da du täglich mit vertraulichen Daten arbeitest, spielen Diskretion und Verantwortungsbewusstsein eine große Rolle.
Welche Schulfächer sind hilfreich?
Einige Fächer aus der Schule können dir den Einstieg erleichtern.
Besonders wichtig sind:
- Mathematik, um Berechnungen sicher durchführen zu können.
- Deutsch, für den Schriftverkehr und die Kommunikation mit Bürger*innen.
- Wirtschaft und Politik, um wirtschaftliche Zusammenhänge und gesetzliche Regelungen besser zu verstehen.
- Informatik, da viele Arbeitsabläufe digital erfolgen.
Welche Stärken helfen dir in diesem Beruf?
Wenn du dich in diesen Eigenschaften wiedererkennst, bringst du gute Voraussetzungen mit:
- Du arbeitest gerne mit Zahlen.
- Du gehst sorgfältig und strukturiert vor.
- Du übernimmst gerne Verantwortung.
- Du interessierst dich für Gesetze und Steuern.
- Du kannst konzentriert arbeiten.
- Du bist zuverlässig und gewissenhaft.
- Du arbeitest gerne im Team, kannst Aufgaben aber auch selbstständig erledigen.
Wie viel verdienst du während der Ausbildung?
Da du deine Ausbildung im öffentlichen Dienst absolvierst und in der Regel bereits als Beamt*in auf Widerruf eingestellt wirst, erhältst du sogenannte Anwärterbezüge. Die genaue Höhe hängt vom jeweiligen Bundesland ab.
Zusätzlich profitierst du häufig von weiteren Vorteilen wie:
- einer sicheren Ausbildungsvergütung,
- geregelten Arbeitszeiten,
- guten Übernahmechancen,
- einem krisensicheren Arbeitsplatz
- und attraktiven Karriereperspektiven im öffentlichen Dienst.
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach deiner Ausbildung hast du viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Du kannst dich beispielsweise auf bestimmte Steuerarten oder Fachbereiche spezialisieren oder Fortbildungen in Bereichen wie Digitalisierung und moderne Verwaltungsverfahren absolvieren.
Mögliche Spezialisierungen sind unter anderem:
- Einkommensteuer
- Betriebsprüfung
- Vollstreckung
- Digitalisierung der Finanzverwaltung
- IT-Anwendungen
- E-Akte und digitale Verwaltungsprozesse
Mit entsprechender Berufserfahrung kannst du außerdem den Aufstieg in den gehobenen Dienst anstreben oder – je nach persönlichem Karriereweg und den geltenden Voraussetzungen – die Qualifikation als Steuerberater*in erwerben.
Für wen ist die Ausbildung als Finanzwirt*in geeignet?
Die Ausbildung als Finanzwirt*in passt besonders gut zu dir, wenn du gerne mit Zahlen arbeitest, sorgfältig bist und dich für rechtliche sowie wirtschaftliche Themen interessierst. Wenn du einen abwechslungsreichen Bürojob mit Verantwortung suchst und Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst legst, bietet dir dieser Beruf ausgezeichnete Zukunftsperspektiven und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Wir bilden dich aus:
Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern
- Schloßstr. 9-11
- 19053 Schwerin
- 0385 58814128
- Nicole.Muske@fm.mv-regierung.de
- Karriere-in-MV.de/finanzwirt
- Praktikum: Ja
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