Tiefbaufacharbeiter/in – Straßenbauarbeiten

Starte deine Karriere im Straßenbau

Straßen, Gehwege und Radwege gehören zu unserem Alltag. Doch bevor Menschen sicher unterwegs sein können, müssen diese Verkehrswege gebaut werden. Genau dabei unterstützt du als Tiefbaufacharbeiter*in mit dem Schwerpunkt Straßenbauarbeiten. In diesem Beruf sorgst du dafür, dass Straßen und Wege entstehen, repariert oder modernisiert werden. Du arbeitest mit modernen Maschinen, bist fast immer an der frischen Luft und siehst am Ende des Tages direkt, was du gemeinsam mit deinem Team geschaffen hast. Besonders praktisch: Die Ausbildung dauert nur zwei Jahre. Danach kannst du direkt ins Berufsleben starten oder deine Ausbildung erweitern und zum Beispiel den Abschluss als Straßenbauer*in machen.

Was macht man in diesem Beruf?

Als Tiefbaufacharbeiter*in bereitest du den Untergrund für Straßen, Gehwege oder Plätze vor und sorgst dafür, dass diese dauerhaft stabil und sicher bleiben. Zu Beginn eines Bauprojekts hebst du den Boden aus und bereitest die Baustelle vor. Anschließend wird der Untergrund geebnet und mit speziellen Maschinen verdichtet. Danach baust du verschiedene Tragschichten ein, auf denen später Asphalt, Pflastersteine oder Beton verlegt werden. Außerdem kümmerst du dich um Randbefestigungen, Bordsteine, Schächte und Entwässerungssysteme. Auch bei der Sanierung beschädigter Straßen oder Gehwege bist du im Einsatz und sorgst dafür, dass Verkehrswege wieder sicher genutzt werden können.

 

Deine Aufgaben im Überblick

Während deiner Ausbildung lernst du viele unterschiedliche Tätigkeiten kennen. Dazu gehören unter anderem:

  • Baustellen vorbereiten und absichern
  • Erdarbeiten durchführen
  • Boden planieren und verdichten
  • Tragschichten herstellen
  • Asphalt, Pflastersteine oder Beton verarbeiten
  • Gehwege und Straßen bauen
  • Bordsteine und Einfassungen setzen
  • Schächte und Entwässerungsanlagen einbauen
  • Straßen und Wege reparieren und instand halten

Jedes Bauprojekt ist anders. Dadurch bleibt dein Arbeitsalltag abwechslungsreich und spannend.

 

Wo arbeitest du als Tiefbaufacharbeiter*in?

Dein Arbeitsplatz befindet sich fast immer im Freien auf Baustellen. Je nach Auftrag arbeitest du in Wohngebieten, Innenstädten oder an großen Straßenbauprojekten.

Beschäftigung findest du unter anderem bei:

  • Straßenbauunternehmen
  • Tiefbauunternehmen
  • kommunalen Bauämtern
  • Straßen- und Autobahnmeistereien

Da Straßenbau fast immer Teamarbeit ist, arbeitest du eng mit anderen Fachkräften zusammen.

 

Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?

Für diese Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Ausbildungsbetriebe stellen Bewerber*innen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss ein. Viel wichtiger sind deine Motivation und dein Interesse an handwerklicher Arbeit.

Diese Eigenschaften sind besonders hilfreich:

  • handwerkliches Geschick
  • körperliche Belastbarkeit
  • technisches Interesse
  • Teamfähigkeit
  • sorgfältiges Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Freude an der Arbeit im Freien

 

Diese Schulfächer helfen dir

Auch einige Schulfächer können dir den Einstieg erleichtern.

Mathematik: Beim Berechnen von Materialmengen, Flächen oder Höhen brauchst du regelmäßig mathematische Kenntnisse.

Werken und Technik: Hier lernst du den Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und technischen Zeichnungen – Fähigkeiten, die du im Straßenbau täglich einsetzt.

Physik: Physikalisches Grundwissen hilft dir dabei zu verstehen, wie Baustoffe belastet werden und warum Straßen aus mehreren Schichten aufgebaut sind.

 

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet im dualen System statt. Das bedeutet, dass du abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule lernst. Im Betrieb sammelst du praktische Erfahrungen auf echten Baustellen. Dort lernst du den Umgang mit Baumaschinen, Werkzeugen und verschiedenen Baustoffen.

In der Berufsschule beschäftigst du dich unter anderem mit:

  • Straßen- und Tiefbau
  • Baustoffkunde
  • Vermessung
  • Arbeitssicherheit
  • Maschinenkunde
  • Bauzeichnungen
  • Umweltschutz

So kannst du dein theoretisches Wissen direkt in der Praxis anwenden.

 

Wie viel verdienst du während der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Betrieb und dem geltenden Tarifvertrag. Im Baugewerbe gehört die Vergütung häufig zu den höheren Ausbildungsgehältern und steigt während der Ausbildung an.

 

Welche Karrierechancen hast du?

Nach deinem erfolgreichen Abschluss hast du viele Möglichkeiten. Du kannst direkt ins Berufsleben starten oder deine Ausbildung fortsetzen. Sehr beliebt ist die anschließende Ausbildung als Straßenbauer*in, bei der deine bereits absolvierte Ausbildung angerechnet wird. Dadurch erreichst du mit vergleichsweise wenig zusätzlicher Ausbildungszeit einen weiteren anerkannten Berufsabschluss.

Später kannst du dich außerdem weiterbilden, zum Beispiel als:

  • Straßenbauermeister*in
  • Werkpolier*in
  • Geprüfter Polierin
  • Bautechniker*in
  • Industriemeister*in Bau

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kannst du später auch Bauingenieurwesen oder Baumanagement studieren.

 

Für wen eignet sich dieser Beruf?

Die Ausbildung passt besonders gut zu dir, wenn du…

  • gerne draußen arbeitest,
  • praktisch statt nur am Schreibtisch lernen möchtest,
  • körperlich aktiv bist,
  • dich für Bauprojekte interessierst,
  • gerne im Team arbeitest,
  • sorgfältig arbeitest und
  • moderne Baumaschinen spannend findest.

 

Dein Einstieg in den Straßen- und Tiefbau

Als Tiefbaufacharbeiter*in mit dem Schwerpunkt Straßenbauarbeiten sorgst du dafür, dass Straßen, Gehwege und Plätze sicher und langlebig gebaut werden. Du arbeitest an abwechslungsreichen Projekten, bist Teil eines starken Teams und hast sehr gute Zukunftsaussichten in einer Branche, die ständig Fachkräfte sucht. Besonders attraktiv ist die kurze Ausbildungsdauer von nur zwei Jahren sowie die Möglichkeit, anschließend problemlos die Ausbildung als Straßenbauer*in fortzusetzen und deine Karriere weiter auszubauen.

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