Spezialtiefbauer*in
Baue das Fundament für beeindruckende Bauwerke
- 3 Jahre
- 1.122 € bis 1.610 €
- Hauptschule
- werktags
Was macht man in diesem Beruf?
Als Spezialtiefbauer*in bereitest du den Baugrund für große und anspruchsvolle Bauprojekte vor. Du sorgst dafür, dass Gebäude, Brücken, Tunnel oder andere Bauwerke auf einem sicheren Fundament stehen. Zu Beginn untersuchst du den Boden. Dafür werden Bohrungen durchgeführt und Bodenproben entnommen. Anhand der Ergebnisse wird entschieden, welche Bauweise am besten geeignet ist und wie das Fundament aufgebaut werden muss. Anschließend setzt du spezielle Pfähle, Anker oder Verankerungssysteme in den Boden ein, damit dieser das Gewicht des späteren Bauwerks sicher tragen kann. Dabei arbeitest du mit modernen Baumaschinen und technischen Geräten. Auch wenn Grundwasser in Baugruben eindringt, bist du gefragt. Du sorgst dafür, dass das Wasser abgepumpt wird und sicher weitergearbeitet werden kann. Darüber hinaus sicherst du bestehende Gebäude gegen Absenkungen, stabilisierst Hänge gegen Erdrutsche oder arbeitest beim Bau von Tunneln mit. Je nach Betrieb kannst du sogar am Bau von Brunnen zur Gewinnung von Grundwasser beteiligt sein.
Deine Aufgaben im Überblick
Während deiner Ausbildung lernst du viele verschiedene Tätigkeiten kennen. Dazu gehören unter anderem:
- Baugrund untersuchen und Bodenproben entnehmen
- Bohrungen durchführen
- Fundamente vorbereiten und herstellen
- Verankerungen und Stützsysteme einbauen
- Baugruben entwässern
- Tunnel- und Brückenbau unterstützen
- Spezialmaschinen bedienen und warten
- Hänge und Bauwerke sichern
- Sicherheitsvorschriften auf der Baustelle einhalten
Kein Bauprojekt ist wie das andere. Dadurch bleibt dein Arbeitsalltag abwechslungsreich und spannend.
Wo arbeitest du als Spezialtiefbauer*in?
Als Spezialtiefbauer*in bist du fast ausschließlich im Freien unterwegs. Dein Arbeitsplatz sind große Baustellen – zum Beispiel beim Bau von Brücken, Straßen, Tunneln, Industrieanlagen oder Hochhäusern.
Beschäftigung findest du unter anderem bei:
- Tiefbauunternehmen
- Spezialtiefbauunternehmen
- Firmen im Brücken- und Tunnelbau
- kommunalen Bauämtern
- Unternehmen im Brunnen- und Ingenieurbau
Da viele Projekte über mehrere Monate oder sogar Jahre laufen, arbeitest du oft gemeinsam mit verschiedenen Fachkräften auf großen Baustellen.
Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?
Für die Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Ausbildungsbetriebe stellen Bewerber*innen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss ein. Entscheidend sind vor allem deine Motivation und dein Interesse am Bau.
Hilfreich sind außerdem:
- handwerkliches Geschick
- technisches Verständnis
- sorgfältiges Arbeiten
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit
- körperliche Belastbarkeit
- Freude an der Arbeit im Freien
- Interesse an großen Maschinen und Bauprojekten
Diese Schulfächer helfen dir
Einige Schulfächer können dir den Einstieg erleichtern:
Mathematik: Ob Materialbedarf, Entfernungen oder Mengen – Mathe gehört auf jeder Baustelle zum Arbeitsalltag.
Werken und Technik: Hier lernst du den Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und technischen Zeichnungen – Wissen, das du später täglich brauchst.
Physik: Physikalisches Verständnis hilft dir dabei zu verstehen, wie Kräfte wirken und warum Fundamente oder Stützkonstruktionen bestimmte Belastungen aushalten müssen.
Chemie: Grundkenntnisse in Chemie sind hilfreich, wenn verschiedene Baustoffe oder Materialmischungen eingesetzt werden.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung als Spezialtiefbauer*in dauert drei Jahre und erfolgt im dualen System. Das bedeutet, dass du deine Zeit zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule aufteilst. Im Betrieb lernst du den praktischen Umgang mit Baumaschinen, Vermessungsgeräten und den verschiedenen Bauverfahren. Außerdem arbeitest du von Anfang an auf echten Baustellen mit.
In der Berufsschule beschäftigst du dich unter anderem mit:
- Baustoffen
- Bauzeichnungen
- Vermessungstechnik
- Arbeitssicherheit
- Maschinenkunde
- Bauphysik
- Umweltschutz auf Baustellen
So verbindest du Theorie und Praxis optimal miteinander.
Wie viel verdienst du während der Ausbildung?
Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Betrieb und dem geltenden Tarifvertrag. Im Baugewerbe gehört die Ausbildungsvergütung häufig zu den höheren im Handwerk und steigt mit jedem Ausbildungsjahr an.
Welche Karrierechancen hast du?
Gut ausgebildete Spezialtiefbauer*innen werden deutschlandweit gesucht. Durch den Ausbau von Infrastruktur, Brücken, Straßen, Tunneln und großen Bauprojekten sind die Berufsaussichten sehr gut.
Nach deiner Ausbildung kannst du dich beispielsweise weiterbilden als:
- Werkpolier*in
- Geprüfter Polierin
- Bautechniker*in
- Industriemeister*in
- Brunnenbauermeisterin oder Meisterin im Bauhandwerk
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kannst du später auch ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen oder Baumanagement aufnehmen.
Für wen eignet sich dieser Beruf?
Die Ausbildung ist genau richtig für dich, wenn du…
- gerne draußen arbeitest,
- große Baumaschinen spannend findest,
- körperlich aktiv sein möchtest,
- im Team arbeiten kannst,
- dich für Bauprojekte interessierst,
- sorgfältig arbeitest und
- dabei helfen möchtest, die Grundlage für beeindruckende Bauwerke zu schaffen.
Dein Einstieg in den Spezialtiefbau
Als Spezialtiefbauer*in arbeitest du an den Fundamenten der größten Bauwerke. Ob Hochhaus, Brücke, Tunnel oder Industrieanlage – ohne deine Arbeit könnten viele dieser Projekte gar nicht entstehen. Dich erwartet ein abwechslungsreicher Beruf mit moderner Technik, spannenden Baustellen und sehr guten Zukunftsperspektiven. Wenn du gerne praktisch arbeitest und Teil großer Bauprojekte sein möchtest, bietet dir diese Ausbildung einen starken Einstieg ins Baugewerbe.
Wir bilden dich aus:
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